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# UMSETZUNG | Wie aus Ideen Erfolge werden!

Am 30.05.2017 von -  Christian H. D. Haak

„Umsetzung“ klingt so selbstverständlich und wird fast immer in einem Atemzug mit den Ideen genannt, die der Umsetzung vorausgehen. „Wir sind im Prozeß immer bis zu diesem Punkt gekommen, umgesetzt haben wir die Sachen nie.“, sagte mir kürzlich der Geschäftsführer einer meiner Klienten.

Dieser Satz wäre nicht so bedeutsam, wenn er ein Einzelfall wäre. Das ist er nicht. Ich höre ihn leider regelmäßig auch auf der obersten Führungsebene der Vorstände und Geschäftsführer. Das bedeutet, daß Ideen und Projekt auf diesen Ebenen angeschoben, gedanklich und konzeptionell vorangetrieben werden und dann in dem Moment versickern, in dem es darum geht vom Papier ins reale Leben, in die Unternehmenswirklichkeit, transformiert zu werden.

Warum ist das so? Es besteht doch in der Regel eine vollkommene Überzegung am ersten Punkt der Kette: Wir benötigen ein neues Geschäftsmodell, eine neue Ausrichtung, eine neue Strategie, wir müssen diesen Prozeß oder jenes Produkt verändern. Es werden Projekte aus erkannten Notwendigkeiten heraus angeschoben und Mitarbeiter damit betraut. Es gibt Arbeitskreise, Berater werden engagiert und dann? - Nichts!

Ich möchte mich hier nicht auf die Art von Projekten beziehen, die nur deshalb angeschoben werden, damit sie nicht umgesetzt werden. Alibi-Projekte sind ein Thema für sich.

Mir geht es um die Frage, warum sich jemand den Ball auf den Elfmeter-Punkt legt, über den besten Schuß nachdenkt, Anlauf nimmt und dann abbricht und sich einem anderen Thema zuwendet. Was passiert an genau diesem Punkt des Abbruchs? Erleben wir diese Situation beim Elfmeterschuß? - Nein, im Sport wird der Schuß ausgeführt! Was unterscheidet dieses Beispiel von der Situation im Unternehmen?

Die Antwort ist einfach: Verantwortungsbewußtsein und Umsetzungskompetenz!

Zunächst geht es um die Verantwortung für das, was passiert, bzw. um die Verantwortung für das, was nicht passiert. Die Verantwortung liegt klar bei den Führungskräften. Sie sind nicht nur für den Impuls verantwortlich, sondern insbesondere für die Sicherstellung der Umsetzung. Führung ist für Wirksamkeit verantwortlich!

Im eigentlichen Sinne des Wortes steckt bereits die Verpflichtung zur Wirksamkeit, denn was bedeutet Führung, wenn nicht Gedanken, Menschen, Organisationen und Umstände zu verändern, in dem man sie in eine Richtung hin führt. Entsteht diese wirkungsauslösende Verbindung nicht, führt die Führung auch nicht! Sie bleibt wirkungslos und versagt damit in ihrer Kernaufgabe!

Der Fokus der Führungskraft muß also darauf gerichtet sein, sicher zu stellen, wie aus einer Idee eine bestimmte Wirkung und damit eine gewollte Veränderung des herrschenden Zustandes herbeigeführt werden kann.

Zwei Dinge sind dazu notwendig: Fokus und Momentum!

Der Fokus richtet Gedanken und Energien auf das Ziel und den Weg dorthin. Das Momentum ist der notwendige Schwung, die sich entladende Energie, die geeignet ist, eine Idee, eine Veränderung bis ins Ziel zu tragen.

Im Bild des Sports bedeutet dies, daß Zielfokussierung, Ballpositionierung, Anlauf und Schuß wichtig sind. Sie sind zwingende Voraussetzungen, um Erfolg, um das Tor, möglich zu machen!

Führung muß sich in diesem Punkt wandeln und diese Wirkungskette akzeptieren und verinnerlichen. Es besteht oft eine größere Hemmschwelle darin, sich einzugestehen, dass man phasenweise professionelle Unterstützung benötigt, als in der Angst vor dem Scheitern. Scheitern bedeutet nicht, sich einzugestehen, dass es Dinge gibt, die andere besser können, sondern dies nicht zu erkennen und damit seine Idee, sich und andere in Gefahr zu bringen!!

Zum Verständnis des häufigen Scheiterns in diesem Prozeß, ist es hifreich, diesen zu strukturieren und sich klar zu machen, worauf es in den einzelnen Phasen ankommt.

Zum Grundverständnis ergänze ich das Beispiel des Torschusses. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein erfahrener Skiläufer mit einem Faible für Abfahrten im unberührten Tiefschnee. Sie reisen in ein Ihnen noch unbekanntes Skigebiet. Was tun Sie? Sie nehmen sich sehr wahrscheinlich einen erfahrenen Guide aus der Region, der Sie auf den Berg hinaufführt und Ihnen die Abfahrtsmöglichkeiten zeigt, sie auf Gefahren hinweist und Ihnen die Informatioenn gibt, die sie für eine erfolgreiche und sichere Abfahrt benötigen. Ebenso machen wir es, wenn wir zum Klettern, Tauchen oder Fallschirmspringen gehen. Wir bringen ein Bündel an Fähigkeiten, Erfahrungen und Fertigkeiten mit und wissen im Regelfall sehr genau um unsere Defizite und um die Gefahrenquellen. Unser Ziel ist es also, auf der anderen Seite des Gipfels die unberührte tolle Abfahrt zu erreichen und den Schwung des Hinabgleitens im Pulverschnee zu genießen. Damit wir nicht vorher scheitern, holen wir uns für genau diese Differenz zwischen den eigenen Erfahrungen und Möglichkeiten und der neuen Situation eine professionelle Hilfestellung.

In den Unternehmen erlebe ich häufig eine vergleichbare Situation, nur daß dort versucht wird, die Erstbeteigung mit einer falschen Situationseinschätzung, falscher Ausrüstung und fehlender Technik zu bewältigen (s. Abb. 1). Die Situation wird dadurch noch prekärer, dass die Mitarbeiter in der Regel die Führungskraft für eben diesen erfahrenen Guide halten, weil sie ihn als erfahrenen „Skifahrer“ kennen. Dieser gedankliche Trugschluß führt oftmals ganze Abteilungen oder Unternehmen in die Zone des Scheiterns.

Wer ein Idee umsetzen will, etwas Neues mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit bewältigen will, der sollte sich für die kritischen Phasen professionelle Unterstützung holen. Das kann ein interner oder externer erfahrener Guide sein. Egal woher er kommt und wie die Konstellation ist. Er ist es, der in der Regel die Voraussetzungen schafft, daß die eigene Kompetenz erfolgreich wirken kann. Ebenso, wie sich nach der Überwindung des Berggipfels die gewonnene positive Energie in zunehmender Geschwindigkeit, in Wucht oder besser, in „Momentum“ entlädt (s. Abb. 1), wirkt dieser Mechanismus bei der Umsetzung von Ideen im Unternehmen.

Abb. 2 zeigt die Gefahr auf, daß sich innere und äußere Widerstände, wenn sie zusammen wirken und zeitlich geballt auftreten, wie bei einem Wellenberg addieren (Abb. 3).

Das Scheitern ist vorprogrammiert, denn der Bereich des Neuen wird schier unüberwindbar. Genau das ist der Fall wenn eine kühne, neue Idee, die eigentlich brilliant ist, mit fehlender Erfahrung und Kompetenz in der neuen Thematik auf eine ablehnende äußere Konstellation trifft. Für den Erfolg gilt es, dies zu erkennen, nüchtern zu analysieren und entsprechend professionell zu handeln.

Wie gelingt die Umsetzung erfolgreich?

1. Klare Formulierung der eigenen Idee. Ist diese für Dritte verständlich?
2. Formulierung eines klaren Ziels, denn eine Idee ist nicht gleichbedeutend mit einem umsetzbaren Ziel!
3. (Selbsr-)kritische Klärung/Einschätzung der eigenen Möglichkeiten/Kompetenzen (Komfortzone)/ (s. Abb. 1) sowie der inneren und äußeren Widerstände/ (s. Abb. 2). Welche Unterstützung benötige ich wofür und wann?
4. Beantwortung der Sinnfrage (Selbst und für Dritte)! Kommunikation der Idee und des Ziels und Gewinnung von interner und externer Unterstützung!5. Festlegung konkreter Teilziele und Schritte, die die Idee klar strukturieren und „greifbarer“ machen.
6. Teilerfolge, bzw. das Erreichen der Zwischenziele kommunizieren und „feiern“ und damit Erfolgsmomentum bei allen Beteiligten aufbauen. Es entsteht das Gefühl des Vorankommens.
7. Momentum nutzen und andere mitnehmen. So entsteht, wie bei einer Lawine, ein „Schneeballeffekt“. Die Idee baut Momentum auf und wirkt unabhängig vom Impulsgeber.
8. Dieses Momentum gilt es für weitere Ideen zu nutzen.

Führungskompetenz bedeutet heute mehr denn je, die Fähigkeit zur nüchternen und professionellen Umsetzung von Ideen zu verinnerlichen und sich für die erfolgskritischen Phasen einen „Guide“ an Bord zu holen. So kann die Energie in die erfolgreiche Umsetzung fließen und verpufft nicht im Prozeß des Scheiterns. Sie übernehmen damit Veratwortung und entwickeln Umsetzungskompetenz.

Als „Change Leader“ bin ich auf genau diese Begleitung spezialisiert und unterstütze Einzelne als „Sparringspartner“ oder Organsiationen dabei, Visionen und Ideen mit Umsetzungsmomentum in Erfolge zu verwandeln. - „Vom Schuß zum Tor!“

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